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Die bewährte Wunder-Qualität:
Das Vorbild
Eine der bekanntesten Deutschen Tender-Dampflokomotiven ist die preußische T3 der „Königlich Preußischen Eisenbahn Verwaltung“, kurz K.P.E.V. Die erste Maschine wurde 1882 an die Königliche Eisenbahndirektion Hannover geliefert. Merkmale dieser ersten Lieferserie waren eine im unteren Bereich des Führerhauses schräge Rückwand, einen Regleraufsatz anstatt eines Dampfdomes auf dem Kesselscheitel sowie außenliegende Einströmrohre zu den Schiebern. Aus heutiger Sicht erscheinen die genieteten Gegengewichte an den Kuppelradsätzen des ersten Lieferloses etwas ungewöhnlich. Zur damaligen Zeit war dies technischer Standard. Während der über 20-jährigen Beschaffungszeit wurde die Konstruktion der T3 mehrfach überarbeitet. Die spätere Ausführung sah eine gerade Führerhausrückwand vor. Der Regleraufsatz wurde durch einen Dampfdom ersetzt und die Einströmrohre wurden nun innenliegend geführt. Die Gegengewichte wurden gegossen ausgeführt. Somit war das Erscheinungsbild wesentlich moderner. Die rund 1.550 gebauten Exemplare der pr. T3 waren über das ganze Netz der K.P.E.V. verteilt. Im neuen Nummernplan der Deutschen Reichsbahn wurden noch 511 Maschinen übernommen und der Baureihenbezeichnung 89.70-75 zugeführt. Zahlreiche pr. T3 gelangten während der Reichsbahnzeit zu privaten Bahngesellschaften und Industriebetriebe. Bei der Deutschen Bundesbahn wurde das letzte Exemplar im April 1961 ausgemustert. Auch heute kann man die pr. T3 noch unter Dampf erleben, so z.B. auf der Kandertalbahn im Südschwarzwald mit der 115-jährigen (!) Lok-Nr. 30.
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